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Ein Brief an die junge Generation. von Günther J. Matthia auf www.http://matthia.sampix.de 

Es ist sehr wahrscheinlich, daß Gott dir auf die ehrliche Frage, was du für ihn tun sollst und kannst, sagen wird: "Nichts. Gar nichts. Ich sehne mich danach, dass du zu mir kommst, Gemeinschaft mit mir hast und in meiner Gegenwart verweilst. Ich sehne mich nach deinem Herzen, nicht nach deinen Bemühungen. Was du für mich tun kannst, ist zu mir zu kommen und in mir zu bleiben."

Niemand verachte deine Jugend, vielmehr sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit! (1. Tim. 4, 12)

Du, junge Generation (nicht nur, aber auch) in Deutschland, stehst an der Schwelle eines Aufbruches, der in der Geschichte seinesgleichen sucht. Du wirst, so wie Paulus es im zitierten Vers dem Timotheus nahelegt, zu einem Vorbild der Gläubigen werden.

Was macht mich so sicher in dieser Aussage? Vor allem das, was ich sehe und miterlebe, neben dem, was zahlreiche prophetisch begabte Christen seit längerem ankündigen. Die Prophetien beginnen, sichtbare Realität zu werden. Es beginnt erst, aber die Anfänge lassen bereits ahnen, dass etwas von einer Dimension auf uns als Gemeinde Jesu Christi zukommt, was wir bisher vielleicht geträumt, aber nicht wirklich erwartet haben.

In Markus 10 lesen wir über die Begegnung Jesu mit einem Jugendlichen aus gutem Hause. Dieser junge Mann wollte wissen, was er zu tun habe, um das ewige Leben zu erben. Die Gebote hatte er gehalten und seine Frage nach dem ewigen Leben deutet darauf hin, dass er sich Gedanken über Gott und das Leben nach dem Tod machte.
Falls du die Geschichte nicht kennst, lies sie nach und beachte den Zusammenhang. Allzu oft wird diese Begebenheit eingeschränkt auf die Frage des Reichtums. Dabei geht es im Kern gar nicht darum, dass irdischer Besitz uns hindern kann, Jesus nachzufolgen (was durchaus stimmt). Die Jünger verstanden auch nicht, worum es ging. Markus 10, 26 und 27: Sie aber gerieten ganz außer sich und sprachen zueinander: Und wer kann dann errettet werden? Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich.
Es ging Jesus bei diesem Jugendlichen nicht darum, dass er seine Güter zugunsten der Armen verkaufen sollte. Es ging darum, dass Gott die erste Stelle im Herzen und Leben beansprucht und alles, was wichtiger ist, aus Herz und Leben entfernen muss. Das kann nur der Herr selbst tun, daher spricht Jesus hier davon, dass bei Gott alle Dinge möglich sind, auch die, die uns unerreichbar erscheinen.

Der Kern der Frage Jesu war und ist noch heute: "Bist du bereit, alles andere der Beziehung zu mir unterzuordnen und keine Priorität über mir zuzulassen?" Bei dem einen mag es Reichtum sein, beim anderen der Partner oder der Dienst, das Amt in der Gemeinde. Es können die angestrebte Ausbildung sein oder Lebensentwürfe, die uns wichtiger sind als die Liebesbeziehung zu unserem Gott. Wohlgemerkt: Wenn wir Gott die absolute Priorität einräumen, dann muss das nicht heißen, dass wir unsere irdischen Güter, unsere Familie, unsere Dienste oder was auch immer verlieren. Es kann die Folge sein, aber dies ist nicht zwangsweise so. Die Frage ist, ob wir bereit sind, wirklich alles aufzugeben.

Jesus erklärt nach dieser Begegnung seinen Jüngern (Markus 10, 29 - 31): Da ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben. Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.

Was immer wir gegebenenfalls aufgeben: Das, was Gott uns schenken möchte, wird um ein Vielfaches besser sein. Was unserem Herzen und Verstand so wichtig erscheint, kann jederzeit zerbrechen und verloren gehen. Wenn wir es bereits aufgegeben haben, dann wird der Herr uns erstatten, was immer für unser Leben und unseren Dienst notwendig ist, selbst, wie Jesus in dem eben zitierten Abschnitt fast nebenbei einfügt, unter Verfolgungen. Wenn dein Leben Gott gehört, dann hast du ja nichts zu verlieren.

Dies ist eine Entscheidung, die wir treffen, Tag für Tag für Tag für Tag bis an unseren letzten Tag auf der Erde. Es ist ein Prozess, der mit unserem "Ja, Herr, ich sondere mich aus für Dich! Mein Tagesablauf, mein Leben, alles gehört Dir!" beginnt. Die Bibel spricht vom Bleiben in Ihm - das ist kein Moment sondern ein Zustand, der andauert.

Das ist auch schon alles, was wir wirklich tun können. Alles andere: Werke, Dienste, Veränderung unseres Charakters und vieles mehr geschieht aus dem Bleiben in Ihm. Noch einmal: Wir sagen ja. Gott tut den Rest.

Was ich in der jungen Generation beobachte, ist dieser Eifer für Gott, dieses richtige Ordnen der Prioritäten. Immer mehr junge Menschen werden verändert in Knechte und Mägde, die alles und jedes dem Willen ihres Herrn unterordnen. Immer mehr Jugendliche und Kinder sehnen sich nach nichts so sehr, als nach der tiefen intimen Gemeinschaft mit Gott. Dafür stehen sie eine Stunde früher auf, dafür wachen und beten sie nächtelang, dafür verzichten sie auf das, was in der Welt als Entspannung und Freizeitgestaltung unverzichtbar ist. Mangelt ihnen deshalb irgend etwas? Ich habe noch von niemandem, der sich zu einem radikalen Lebensstil für Gott entschlossen hat, diesbezügliche Klagen gehört.

Deshalb erscheint es mir mehr als wahrscheinlich, dass diese junge Generation in der Lage sein wird, geistlich etwas zu bewegen. Euch gilt das Wort Jesu: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Gott wird euch mit Wundern und Zeichen bestätigen, die uns langjährigen Christen den Atem rauben. Ihr werdet zu einem Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit! (1. Timotheus 4, 12)

Das wird euch nicht leicht gemacht.
Manche werden Einspruch erheben, weil sie beobachten, dass die Dinge geschehen, die sie jahrzehntelang gepredigt aber nie erlebt haben. Man nennt das auch Neid.
Es werden Fehler passieren und die wird man den Jugendlichen vorwerfen und immer wieder unter die Nase reiben. Man nennt das auch Schadenfreude.
Manche werden versuchen, die junge Generation in die Regelwerke und etablierten Strukturen der traditionellen Kirchen und Gemeinden hinein zu zwingen. Man nennt das auch Gesetzlichkeit.

Jede Erweckung, jedes übernatürliche Wirken Gottes in der Geschichte hat abwehrende und böse Reaktionen hervorgerufen. Leider wird es jetzt nicht anders sein. Wir können aber hoffen und beten, dass die Zahl der geistlichen Väter und Mütter überwiegen wird. Ich meine damit erfahrene Christen, die selbst ausgesondert sind für Gott und aus dieser Position direkt am Herzen Gottes heraus euch junge Menschen aufbauen, liebevoll korrigieren und vorwärtsbringen und vor allem anderen im Gebet und mit ihrem Segen unterstützen werden.

Ich bin begeistert von dem, was ich sich entwickeln sehe. Ich bin begeistert, weil es etwas ist, was wir Menschen nicht tun können. Die Gemeinde hat es versucht und versucht und versucht, und wir stellen beim Blick auf unser Land, unsere Gesellschaft, fest: Wir haben versagt. Diese Feststellung sollte uns zu dem Schluß führen: "Herr, offensichtlich taugt unser Bemühen nichts. Wir geben auf. Wir kapitulieren. Wir erklären unseren Bankrott. Wir übergeben Dir die Leitung unseres Lebens, der Gemeinde. Wir wollen nie wieder beten: Herr, segne unsere Evangelisation, unsere Kinderprogramme, unsere Seniorenfreizeiten, unseren Plan A und Plan B..."
Nie wieder wollen wir Gott bitten, das zu segnen, was wir tun. Statt dessen wollen wir das tun, was Gott segnet.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß Gott dir auf die ehrliche Frage, was du für ihn tun sollst und kannst, sagen wird: "Nichts. Gar nichts. Ich sehne mich danach, dass du zu mir kommst, Gemeinschaft mit mir hast und in meiner Gegenwart verweilst. Ich sehne mich nach deinem Herzen, nicht nach deinen Bemühungen. Was du für mich tun kannst, ist zu mir zu kommen und in mir zu bleiben."

An diesem Ort der intimen Gemeinschaft mit Gott wird folgendes passieren: Du wirst ein Träger der Herrlichkeit Gottes. Seine Natur wird deinen Charakter formen. Und das wird Auswirkungen auf deine Umgebung haben, die du dir heute noch gar nicht vorstellen kannst. Probier es aus. Ich garantiere dir: Wenn du täglich mindestens eine Stunde Zeit für die Gemeinschaft mit deinem Herrn reservierst, in dieser Stunde betend die Bibel liest, mit deinem Herrn sprichst und bereit bist, von Gott zu hören, dann wirst du dich schon nach drei Monaten nicht wiedererkennen. Die Stunde wird dir irgend wann zu kurz sein und du wirst die Zeit ausdehnen wollen.

Du schaffst es nicht, eine Stunde zu opfern? Die Stunde ist keine magische Formel, es ist ein Erfahrungswert. Wenn du sie nicht aufbringen kannst, dann frage dich, was dich davon abhält und überprüfe deine Prioritäten. Schreibe deinen Tagesablauf auf und schau nach, womit du die 24 Stunden füllst. Du wirst nichts tun können, was im Reich Gottes wirklichen Wert hat, wenn du auf die intime Beziehung zu Jesus verzichtest. Ich traue dir zu, ehrlich mit dir selbst zu sein und festzustellen, wo deine Prioritäten liegen. Gottes Geist wird niemals gegen deinen Willen, deine Entscheidungen kämpfen. Er ist für dich, hat dich lieb und lädt dich ein.

Ich will und kann dich weder überreden noch überzeugen, aber ich möchte dich bitten, mir zu glauben. Ich bin 47 Jahre alt und seit 30 Jahren Christ. Von diesen 30 Jahren habe ich einen großen Teil damit verbracht, mich "für Gott" abzustrampeln und abzumühen. Ich habe viel Wissen über Gott im Kopf angesammelt und viel zu lange gemeint, mit diesem Wissen mein Leben gestalten zu können.
Das Ergebnis war das Scheitern meiner Ehe, der Verlust aller Dienste im Reich Gottes, viele tief verletzte Menschen um mich herum, eine zerstörte Gesundheit und schließlich war ich so weit, dass ich meinen Glauben wegwarf.

Ich habe selbst nichts zu dem beigetragen, was mein Leben heute ausmacht. Wenn Gottes Erbarmen nicht so groß wäre, Seine Liebe nicht so unendlich, wäre mein Leben vor Jahren zu Ende gewesen.
Ich bin jemand, dem viel vergeben wurde und der diesen Ort der intimen Gemeinschaft mit Gott nie wieder verlassen möchte, weil es nur an diesem Ort Heilung und Lebensinhalt gibt. Was aus diesem Verweilen auf den Stufen vor Gottes Thron heraus geschieht, hat nichts mehr mit dem Abstrampeln und Abmühen zu tun, das ich so lang für einen Dienst in der Gemeinde gehalten habe.

Liebe junge Generation, laß dich bitte anstecken von dem Feuer, das aus der Gegenwart Gottes kommt und dir die Kraft geben wird, Deutschland zu einem Land zu machen, in dem man die Herrlichkeit Gottes nicht mehr übersehen kann. Und laß dir dieses Feuer nicht von Kritikern und Neidern rauben. Laß dir von Vätern und Müttern helfen, die dich lieben und segnen und stützen.

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Verantwortlich für diesen Bereich ist Nancy vom TeensWeb - Team.